Google
Web net-Hausarzt.de
 

 

 

 

 

[net-Hausarzt  -home-] [Inhaltsverzeichnis - alphabetisch -] [Inhalt nach  Organen] [Naturmedizin] [Impressum]

 

 

Diabetikerprogramm 
   DMP

 

 

 


 

 

Startseite

Inhaltsverzeichnis

Organe
Bauchorgane
Brustorgane
Extremitäten
Hals
Harn-u.Sexualorgane
Herz- und Kreislauf
Kopf
Nerven (Organ)
Stoffwechsel

Fachwortlexikon

Themenkomplexe

Naturmedizin

Neue Seiten

Autor

Impressum

Forum

Links

Tai-Chi-Zentrum

Paradisi - Wohlfühlparadies

Der Online-Apotheken-Vergleich

>

 

Kalorienverbrauch Nestl Ernhrungsstudio - Gesund abnehmen
>

 

>

 

1&1 DSL
>

 

1&1 DSL
>

 

 

 

 

 

 Diabetikerprogramm DMP (Disease-Management-Programme)

Hintergrund:
Da in den letzten Jahren immer mehr junge und gesunde Versicherte in neue und billige Krankenkasse wechselten, blieben bei den alten Krankenkassen wie AOK, Barmer oder DAK vor allem die älteren, kranken und daher kostenintensiven Patienten. Die Folge war, dass diese alten Kassen ihre Beiträge laufend weiter erhöhen mussten, was wiederum noch mehr Gesunde veranlasste, aufgrund der  steigenden Beiträge zu den Billigkassen zu wechseln.  
Um diesen völlig unsozialen Wettbewerb zu bremsen, wurde ein so genannter Risikostrukturausgleich gebildet, der die jungen Kassen zwang, sich an der Finanzierung der älteren Krankenkassen mit deren hohen Krankenstand mitbeteiligen. 
Eigentlich  ist sowieso widersinnig, bei einer umlagefinanzierten Solidarversicherung derartigen Wettbewerb zuzulasse, da dies zu Lasten der Kranken gehen muss!!!

Damit die chronisch Kranken trotzdem nicht nur als unerwünschte Kostenfaktoren angesehen werden, beschloss das Bundesgesundheitsministerium, für die Betreuung von vier auserwählten wichtigen Volkskrankheiten ( u.a.. Diabetes mellitus, Brustkrebs und Bluthochdruck )ein besonderes Programm aufzusetzen, das die Betreuung dieser Krankheiten auch für die Krankenkassen finanziell attraktiv macht Sie erhalten nämlich aus dem Risikostrukturausgleich eine sehr hohe Summe pro eingeschriebenen Patienten (ca. 5.000 Euro pro Jahr!).

Ein weiterer Skandal ist die Tatsache, dass die neue Zentralstelle zur Kontrolle von Patienten und Ärzten pro Jahr etwa fünf mal so viel wie der Hausarzt für jeden teilnehmenden Patienten erhält!

Es bleibt abzuwarten, was aus diesen ungeheuer aufwendigen Programmen wird, wenn in 2 Jahren, wie vorgesehen, der Risikostrukturausgleich mit den 5.000 € pro Chronikerprogramm abgeschafft wird. Vielleicht rudern dann die Kassen mit Volldampf zurück und versuchen möglichst viele Patienten aus diesen kostenträchtigen Programmen wieder hinauszulotsen ??

Folgen des Programms:
Bei diesen vier recht gut untersuchten und klar von anderen Krankheiten abgrenzbaren Leiden wird eine den verschiedenen Stadien der Krankheit entsprechende Diagnostik und vor allem auch Therapie vorgeschrieben.
Ziel der Therapie ist es, im wesentlichen nur Medikamente zu verwenden, die aus langjährigen Untersuchungen klar belegbare Wirkungen und wenig Nebenwirkungen haben.

Dies klingt gut, muss jedoch hinterfragt werden. Gut belegte Therapien sind nämlich ausschließlich Therapien, die es seit vielen Jahren gibt. Über neuere und womöglich bessere Therapien gibt es logischerweise noch nicht sehr viele Studien. Das bedeutet, das zwar sichere Therapien vorgeschlagen werden, möglicherweise viel bessere neuere Therapien aber nicht angewandt werden dürfen. Für die Kassen hat dies den Vorzug, dass die alten Standardtherapien natürlich viel billiger sind als neue Medikamente, die noch dem Patentschutz unterliegen und sehr viel teurer sind.  

Insgesamt wird auf diese Weise die Qualität der Therapie nivelliert: Manche bisher nachlässig oder nicht nach modernen Richtlinien behandelte Patienten erfahren dadurch eine eindeutig bessere Therapie, andere Patienten wiederum, die von neuen und teueren Medikamenten profitieren, sollen diese hingegen eher nicht mehr erhalten.

 Weiter werden dabei Gesundheitsdaten an ein von den Krankenkassen finanziertes Call-Center weitergegeben, in dem von den Kassen beauftragte Ärzte und andere Angestellte sitzen, die die Therapie in Bezug auf Qualität von seitens des Arztes und korrekte Durchführung von Seite der Patienten überprüfen und kontrollieren. Vertraulichkeit wird zugesagt: die Mitarbeiter dieser Datnverabeitungsstellen unterliegen auch der ärztlichen Schweigepflicht.

Bewertung:
Der Eintrag in ein derartiges Programm ist noch freiwillig, freut ihre Kasse aus den o. g. finanziellen Gründen natürlich ungemein, was manche Kassen fast zu einer Art Telefonterror verleitet oder besser zwingt- siehe die 5.000 € angesichts der katastrophalen finanziellen Situation. Noch darf jederzeit wieder ausgetreten werden.

Insgsamt wurden diese Programme auf die Schnelle entwickelt, sind aber inzwischen deutlich verbessert und einigermaßen praktikabel.

 zum Seitenanfang
 

Samstag, 9. Juli 2011

(letzte Aktualisierung)

Neue Seiten

beliebte Seiten

Naturmedizin

Forum

Gesundheitsnachrichten

Neues aus Medizin und Forschung

Schweinegrippe

 

 

 

 

>

 

>

 

Kopfsache interaktiv
>

 

OTTO - Ihr Online-Shop
 

 

 

Dr. Willmar Schwabe - Pflanzliche Arzneimittel
>

 

>

 

Google
Web net-Hausarzt.de
 

 

 

[net-Hausarzt  -home-] [Inhaltsverzeichnis - alphabetisch -] [Inhalt nach  Organen] [Themenkomplexe] [Neue Seiten] [Impressum] [Fachwortlexikon]