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Bluthochdruck (Hypertonie)


 

 

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Therapie bei Bluthochdruck   ( = Hypertonie)

Vorbemerkung :
Jeder Bluthochdruck sollte zuerst mit diesen Ma√ünahmen aus der Naturheilkunde behandelt werden. Erst bei nicht ausreichendem Ansprechen sollten zus√§tzlich Medikamente gegeben werden.
Es gibt hier 2 h√§ufige und leider schwerwiegende Fehler  :

  • es werden sofort  Medikamente gegeben , ohne da√ü           Naturtherapien versucht wurden

es wird  lange Zeit nur mit Naturtherapie behandelt , obwohl der Blutdruck  die ganze Zeit viel zu hoch ist und die Gef√§√üsch√§den nehmen dramatisch zu (Herzkranzgef√§√üe, Halsschlagader , Nieren u.  Beinarterien werden verstopft )

Naturtherapie :

  • Kochsalzarm leben - hilft aber nicht bei jedem :
    -- nicht zusalzen
    -- stark gesalzene Speisen vermeiden : Dosenkost, Tiefk√ľhlkost , generell Fertigkost
  • Ausdauertraining , m√∂glichst 3 x w√∂chentlich 1/2 - 1 Stunde, z.B. Radtour , Bergwandern , flottes  Schwimmen , Skilanglauf o. √§. ( Puls muss  individuelle Trainingsfrequenz von 180 minus Lebensalter erreichen )
  • Gewicht langsam ( ! ) reduzieren , falls m√∂glich auf Normalwert . Aber auch schon eine Abnahme um 3 - 4  kg kann sich sehr positiv auswirken !!
  • Stressursachen erkennen und m√∂glichst ver√§ndern
  • Schlaf optimieren: ausreichend gut und ausreichend lange
  • Entspannungstherapien wie Autogenes Training  (Kassenleistung , biete ich selbst an ) , Entspannung nach      Jacobson , Tai Chi, Qi Gong oder Yoga .
  • Alkoholgenuss vermindern , maximal 1/4 l Wein oder 1 Flasche Bier sind noch unsch√§dlich .

Vor einer medikament√∂sen Therapie eines hohen Blutdrucks m√ľssen   nach  den Richtlinien der Hochdruckliga erst 3 Monate lang allgemeine Ma√ünahmen durchgef√ľhrt werden. Nur wenn diese den Blutdruck nicht ausreichend senken, sind zus√§tzlich zu diesen Allgemeinma√ünahmen Medikamente angezeigt.

Medikamente:

Vorbemerkung:
Leider l√§√üt sich der hohe Blutdruck in vielen F√§llen nicht mit einem einzigen Medikament senken, sondern es sind  Kombinationen von verschiedenen Medikamenten erforderlich.

Daf√ľr spricht auch ein anderer Gesichtspunkt:

Im Allgemeinen steigert eine Erh√∂hung der  Dosis anfangs die Wirkung deutlich, bei relativ hohen Dosen wird der zus√§tzliche Effekt einer weiteren  Steigerung der Dosis immer geringer und man kommt dann an der maximalen Wirkung dieses Stoffes an. Mit etwaigen Nebenwirkungen verh√§lt es sich aber umgekehrt: bei niedrigen Dosen treten in der Regel  weniger und leichtere Nebenwirkungen auf, wohingegen diese bei Zunahme der Dosis immer mehr zunehmen. Also eine Vorteil der Kombinationstherapie, die mit eher kleinen Dosen der verschiedenen Medikamente auskommt.

Die einzelnen Medikamentengruppen:
Mittel der ersten Wahl:

Betablocker :
eher bei j√ľngeren Menschen , Vorsicht bei Asthma und bei manchen St√∂rungen im EKG (Erregungsleitung wird evtl. zu stark gebremst)

Wassertabletten  (Diuretikum) :
 werden nat√ľrlich  hier nicht zu h√∂herer Urinausscheidung eingesetzt, sondern wegen ihrer Blutdrucksenkung, sind normalerweise die Basis einer Kombinationstherapie, sollen auch mit allen anderen Blutdruckmedikamenten kombiniert werden. Gut vertr√§glich , k√∂nnen aber gelegentlich  die Blutsalze (Elektrolyte) durcheinander bringen

J√ľngere Studien weisen ihnen einen besseren lebensverl√§ngernden Effekt nach als den neuen und teureren Medikamenten.

ACE-Hemmer:
gut wirksam, normalerweise gut verträglich bis auf seltene Allergien mit Hautschwellungen.

Leider entwickeln  fast 20 Prozent der Patienten darunter einen harmlosen, aber trotzdem recht l√§stigen Reizhusten, der dann zum Absetzen zwingt.

AT-1-Antagonisten:
Wirken ähnlich wie die ACE-Hemmer, lösen normalerweise aber keinen Reizhusten aus. Auch sonst am verträglichsten. Nachteile: weniger erprobt als z.B. die ACE-Hemmer, noch recht teuer.

Calciumantagonisten:
Vor allem bei √Ąlteren empfohlen  und gut vertr√§glich.

Nachteil: auch  nach Monaten und Jahren kann eine zunehmende Wassereinlagerung in Unterschenkel und Beine auftreten, die in ca. 20 % der F√§lle auftritt und dann    zum Absetzen zwingt.

Reservemittel:
Alpha-Blocker:
Sind f√ľr den Blutdruck nur Medikamente zweiter Wahl und schneiden in Studien nicht sehr √ľberzeugend ab. Da sie aber oft und  erfolgreich gegen die banale Prostatavergr√∂√üerung beim √§lteren Mann eingesetzt werden, kann man deren blutdrucksenkenden Effekt dann  auch f√ľr den hohen Blutdruck  mit ausn√ľtzen

Minoxidil:
bei schweren Verläufen gelegentlich noch wirksam, nicht einfach zu verordnen

Gelegentlich kommen noch ältere Mittel zum Einsatz:

Methyldopa
Clonidin
Dihydralazin

Reserpin:
Erstes Blutdruckmittel, ein
Naturheilmittel, das aus einer indischen Pflanze ( Rauwolfia serpentina) gewonnen wird, wegen unangenehmen Nebenwirkungen (Depression, Magengeschw√ľre) heute kaum noch eingesetzt 

Ursachen der Therapieresistenz:
Wenn auch eine Kombination mit Minoxidil den Blutdruck nicht ausreichend senkt, spricht man von Therapieresistenz.

  • Mangeldurchblutung der Niere , Medikamente helfen in der Regel nicht ausreichend. Wenn m√∂glich, mu√ü die Durchblutung durch einen angiologischen Eingriff (Ballondehnung oder Operation)  normalisiert werden.
  • Alkoholkonsum in mehr als m√§√üigen Mengen ( ab 3 Viertel Wein oder 3 Flaschen Bier)
  • hohe Salzzufuhr:  hierdurch werden die Wassertabletten, die eigentlich nicht Wasser, sondern prim√§r Salze ausscheiden , daher fr√ľher auch ¬ę Saluretika ¬Ľ genannt, in der Wirkung locker √ľberboten
  • mangelnde Therapietreue: da Medikamente meist ungern genommen werden, da sie an Krankheiten und andere unangenehme Dinge erinnern, wird deren Einnahme gern vergessen oder auch bewu√üt unterlassen

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letzte Aktualisierung:

Samstag, 7. Juni 2014

 

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